Büste aus weißem Beton. Der Gesichtsausdruck erscheint verschlossen und in sich gekehrt, die Züge wirken feminin, ohne eindeutig eine weibliche Person darzustellen.

Schweigen

2001
Betonplastik / H 33 x B 35 x T 15


Die schmerzliche Verletzung durch Vertrauensbruch und Gewalt hat oftmals nur eine Reaktion zur Folge: das innere Verstummen.

Die Arbeit von Heike Pich mit dem Titel „Schweigen“ zeigt eine Büste aus weißem Beton (Höhe 33 cm, Schulterbreite 33 cm), platziert auf einem Ständer aus rostigem Metall.
Der Gesichtsausdruck erscheint verschlossen und in sich gekehrt, die Züge wirken feminin, ohne eindeutig eine weibliche Person darzustellen.

Die Arbeit thematisiert das Schweigen ganzer Generationen über Jahrhunderte und Kulturkreise hinweg, das Schweigen von Eltern und Kindern, Schulen und Kirchen, Patient_innen und Ärzt_innen. Auch Jungen erleben grausame Gewalt – davon zu erzählen, den Schmerz zu spüren, erlaubt ihre Männlichkeit nicht. Sie schweigen.